Wenn Sie darüber nachdenken, einen Degu anzuschaffen, gibt es einige wichtige Dinge, die Sie beachten sollten. Degus eignen sich hervorragend als Heimtiere für ältere Kinder oder Erwachsene. Eine Alternative zum Degu wären Chinchillas oder Wüstenrennmäuse. Ein Degu sieht einer Wüstenrennmaus sehr ähnlich, ist aber etwa dreimal so groß und lebt auch länger. Degus sind in ihrer Größe den Chinchillas sehr ähnlich und haben ähnliche Anforderungen an die Unterbringung.

  • Ein Degu wird etwa 5-8 Jahre alt und stellt somit eine nicht unerhebliche Verpflichtung dar. Sie werden im Haus gehalten, und ein Käfig mit einer Mindestgrundfläche von etwa 60cm x 45cm bietet Platz für ein Paar Degus, so dass sie auch in kleinen Wohnungen oder Häusern gehalten werden können
  • Degus brauchen Gesellschaft! Wenn Sie erwägen, einen Degu anzuschaffen, sollten Sie mindestens ein Paar besitzen. Degus, die in jungen Jahren miteinander vergesellschaftet wurden, sind die beste Kombination. Obwohl alternativ auch rein männliche oder rein weibliche Gruppen empfohlen werden, kann es zwischen männlichen Degus zu Kämpfen kommen. Es kann auch Streit zwischen Männchen und Weibchen geben. Man sollte beachten, dass weibliche Degus sofort wieder trächtig werden können, sobald sie geworfen haben. Ein kastriertes Männchen kann mit mehreren Weibchen zusammengehalten werden, aber auch hier kann es Konflikte geben. Die Schaffung von sehr viel Platz für die Tiere und offene Verstecke tragen dazu bei, territoriale Aggressionen zu verhindern oder abzubauen.
  • Man sollte sich täglich mit den Degus beschäftigen, vor allem wenn sie noch jung sind. In diesem Alter kann man die Tiere am besten daran gewöhnen, vom Menschen gehändelt und getragen zu werden. Es ist wichtig, sie daran zu gewöhnen, in der Handhöhle transportiert zu werden. Beachten Sie, dass selbst Degus, die daran gewöhnt sind, auf eine ihnen unbekannte Person gestresst reagieren können und ggf. zubeißen.
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  • Degus sind tagsüber aktiv und schlafen nachts, so dass ihr natürliches Verhalten in den Zeitplan der meisten Menschen passt. Wenn Sie selbst regelmäßige Schlafroutinen haben, werden die Degus das zu schätzen wissen – die Tiere mögen es nicht, wenn das Licht in ihrem Zimmer bis spät in die Nacht hinein brennt.
  • Degus rennen gerne und brauchen ausreichend Platz und Spielzeug. Sie lieben es auch zu graben und horten Futter in ihrem Käfig.
  • Degus müssen im Haus und bei einer adäquaten Raumtemperatur gehalten werden – vermeiden Sie Extreme, an die sich die Tiere nur schwer gewöhnen können.
  • Man sollte einen Degu niemals baden, aber die Tiere lieben es, ein Sandbad zu nehmen, welches das Fell und die Haut gesund hält. Stellen Sie 2-3x wöchentlich ein flaches Tablett mit passendem Badesand bereit.
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  • Stellen Sie den Tieren einen Schlafbox oder einer Höhle zur Verfügung, in der sie sich verstecken können. Es wird empfohlen, eine Schlafbox pro Degu zu haben, sowie eine, die groß genug ist, so dass mehrere Degus gemeinsam darin schlafen können.
  • Degus fressen ihren eigenen Kot. Dies wird als Koprophagie bezeichnet und ist notwendig, damit die Tiere genügend Nährstoffe aufnehmen können.
  • Es empfiehlt sich, Degus vom Anblick oder den Geräuschen anderer Haustiere fernzuhalten, welche von den possierlichen Nagern als Bedrohung empfunden werden könnten, wie z.B. Katzen oder Hunde.
  • Stellen Sie viel Heu an verschiedenen Orten bereit. Sie können im Heu auch andere Futterarten verstecken. Das wird die Tiere anregen, ausreichend Rohfasern zu sich zu nehmen und wird ihnen zugleich eine willkommene Abwechslung bei der Nahrungsaufnahme bieten.
  • Einen Degu zu besitzen, ist eine echte Freude – es macht Spaß, die Tiere zu beobachten und mit ihnen umzugehen, ob sie nun als Gruppe auf Nahrungssuche sind, sich gegenseitig pflegen, laufen, graben oder Sandbäder nehmen. Menschliche Gesellschaft kann das Leben eines Degus sehr bereichern, wenngleich es kleine Kinder schwer haben werden, Degus zu händeln, weil die Tiere so schnell und flink sind.
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